Samstag, 4. August 2012

Santiago de Chile 26.07. - 30.07.2012

Sind also am 26.07. von Valparaiso nach Santiago gefahren - nur 2 Stunden Busfahrt.

Eins vorneweg: Margot Honecker is uns nich über den Weg gelaufen.

Davon abgesehen, war Santiago wirklich großartig. Ca. 5 Millionen Menschen leben hier und die Stadt erinnert viel an Berlin, nur dass hier viel mehr Wolkenkratzer stehen. Es gibt viele tolle Ecken, Clubs, Parks, Cafés und Unis. Man muss dazu sagen, dass Chile ein sehr reiches Land ist und in Santiago merkt man das besonders - sehr modern, schicke Läden und eine tolle Mischung aus alter und neuer Architektur.

Wir haben im Hstel Ventana Sur für 4 Tage eingecheckt, wie sich herausstellen sollte ein super Wahl. Nach unserer Ankunft sind wir in die Innenstadt zum Park Santa Lucia. Dort erhebt sich ein kleiner Hügel von dessen Gipfel man einen tollen Blick über die Stadt hat:







Nachdem wir in Valparaiso schon ne tolle Erfahrung mit diesen Free Walking Tours (kostenlosen Stadtrundgängen auf Trinkgeldbasis) gemacht hatten, haben wir in Santiago am nächsten Tag wieder eine gemacht. Mittags um 2 gings los und dauerte 3 Stunden. Sonderlich toll war es nicht aber eine gute Möglichkeit viel über die Geschichte Chiles und der Stadt zu erfahren und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zu sehen, Präsidentenpalast, Plaza de Armas, Kirchen, Museen, Galerien, Stundentenviertel und so weiter und so weiter.












Am Abend unseres 2. Tages gab es dann im Hostel ein superleckeres Barbeque mit Ivan, dem Besitzer des Hostels, Allison, einer Amerikanerin aus San Fransisco, die auch in unserem Zimmer geschlafen hat, Alfonso, ein Freund von Ivan und zwei Spanier, deren Namen ich jetzt nicht mehr weiß. Gutes Essen und noch besserer Wein. Eigentlich wollten wir danach alle noch in nen Salsa-Club gehen, aber das Barbeque und der Wein hat jeden ein bisschen umgehauen und müde gemacht.

In unserem 6er Dorm hat auch noch Greg, ein 55-jähriger Engländer aus Manchester, geschlafen. Super Typ! Er hat die letzten 10 Jahre in Brasilien gewohnt und scheinbar ne Menge Geld gemacht. Seit 1,5 Jahren reist er jetzt durch Südamerika. Er wirkte immer ein bisschen wie ein verplanter Professor. Haben viel mit ihm gequatscht.

Am 3. Tag haben wir erstmal lange gschlafen, Bustickets gekauft und sind mit der U-Bahn zum Nationalmuseum gefahren. Die Ausstellung widmete sich der Machtergreifung und der Jahre unter Diktator Pinochet.

Danach noch ein bisschen durch das Viertel gelaufen, in dem unser Hostel war.






Nach dem Abendessen haben wir mit Ivan und Alfonso wieder einige Flaschen Wein geköpft und geredet, geredet, geredet. Dabei hat uns dann Ivan ein super Angebot gemacht. Er meinte wir könnten in seinem Hostel arbeiten. Wir würden Unterkunft und Essen gestellt kriegen und dazu noch etwas Geld. Da wir alle ziemlich viel getrunken hatten, haben wir das erstmal nicht so ernst genommen. Sind dann so gegen halb 3 Morgens mit Ivan und Alfonso noch in nen Club. War cool!

Am nächsten Tag ging natürlich nicht viel. Haben lange geschlafen und den Tag im Hostel rumgehangen. Ivan hat sein Angebot nochmal bekräftigt und wir haben ernsthaft angefangen drüber nachzudenken, vor allem weil uns Santiago und das Hostel super gefallen hat und Ivan ein echt netter Mensch ist. Er ist ungefähr Mitte, Ende 40, hat ein Geschäft für Musikinstrumente, die er vor allem aus Deutschland importiert, 3 Kinder und eben das Hostel. Er sprüht nur so vor Geschäftsideen und war wohl auch schon ziemlich erfolgreich mit seinen Ideen.

Wir haben ihm gesagt, dass wir über sein Angebot nachdenken, aber erstmal nach Curacautin, in den Norden Patagoniens, müssten, da wir mit einer dortigen Familie ausgemacht haben, 2 Wochen auf deren Farm zu arbeiten. Er meinte, wir sollen uns keinen Stress machen, erstmal nach Curacautin fahren und ihm irgendwann sagen, ob wir Lust hätten, bei ihm zu arbeiten.

Montag war dann der Tag unserer Abreise. Unser Bus ging erst am späten Abend. Sind dann noch ein ein bisschen durch die Stadt, haben eingekauft und uns dann abends mal wieder ganz schweren Herzens von Ivan und Greg verabschiedet. Die Entscheidung, ob wir wieder zurück nach Santiago gehen und für Ivan arbeiten, hatten wir erstmal vertagt und wollten diese Entscheidung auch davon abhängig machen, wie es uns in Curacautin gefällt, wohin unser Weg von Santiago aus ging. Wie es dort so war, schreiben wir dann wieder.

Liebe Grüße nach Deutschland!!

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