Donnerstag, 31. Mai 2012

Jeep-Tour Salar de Uyuni, Teil 4

Am vierten Tag war es also soweit, wir fuhren in die groesste Salzwueste der Welt! Wir wurden wieder ziemlich frueh aus den Federn geholt, es war ca. 5:30 Uhr und noch dunkel, und sind diesmal ohne Fruehstueck rein in den Jeep und los, dem Sonnenaufgang entgegen. Nach ca. 10 Minuten kam die Sonne auch schon langsam hoch und wir durften die ersten Fotos machen.








Wir hatten Glueck an diesem Morgen, da etwas Wasser auf der Salar stand, so dass sich der Sonnenaufgang, zumindest an dieser Stelle, gespiegelt hat.
Unser Fahrer, der Panchito, wollte schnell weiter, um an einen anderen Ort zu fahren, wo wir dann mitten in der Wueste weiterhin den Sonnenaufgang bestaunt und auch gefruehstueckt haben. Das war ein unbeschreibliches Erlebnis, mitten in der Salar, ganz allein (also unsere Truppe) dieses Naturspektakel zu erleben. Das witzige war, dass mindestens 20 Jeeps an dem morgen losgefahren sind, wir zu anfang auch viele noch gesehen haben, aber einmal ein bisschen nach links und ein bisschen nach rechts gefahren und wir waren  voellig allein. Grossartig!!


































Gut gestaerkt vom leckeren Fruehstueck, Filomina hat einen super Kuchen fuer uns gebacken, fuhren wir weiter durch die unendlichen Weiten der Salar. Mir ist immernoch schleierhaft, wie Panchito sich orientieren konnte, ohne dass wir verloren gegangen sind. Bald machten wir einen laengeren Halt, um ganz viele Fotos zu machen, Ponchito hatte ganz viele Ideen und wir mussten modeln... seht selbst:














Und noch einige Eindruecke der Salar:
































Salzabbau


Mittagessen gabs auch noch:









Ponchito, unser Fahrer

Nach dem Essen haben wir die Salar verlassen und sind nach Uyuni gefahren, wo unsere Tour zu Ende war. Mit einem weinenden Auge haben wir uns von Filomina und Ponchito verabschiedet, noch ein letztes Foto gemacht und sind zusammen mit Jemma und Tim auf die Suche nach einer Dusche gegangen. In einem Hotel wurde uns eine heisse Dusche fuer 15 Bolivianos (ca. 1,50 Eus) pro Person angeboten. ENDLICH duschen nach 4 Tagen!!
Sind dann noch bis zum Abend in Uyuni geblieben und wir beide haben dann den Horrorbus nach Sucre genommen. Jemma und Tim sind nach La Paz gefahren und so haben sich auch unsere Wege leider wieder getrennt.



Jemma, Anne, Tim, Marcus





Anne, Ponchito, Marcus, Filomina

Die Tour war schoen, eindrucksvoll und unvergesslich, weshalb wir jedem Tag einen eigenen Beitrag witmen wollten (siehe Teile 1 bis 4). Wir hoffen, ihr habt Spass beim Lesen. Bald gehts weiter mit unseren Geschichten aus Bolivien!

Hier noch eine Karte unserer 4-tägigen Tour. Zunächst ging es südwestwärts von Tupiza über San Antonio de Lipez, vorbei am Vulkan Uturuncu hin zur Laguna Verde ganz im Südwesten und von dort aus nordwärts vorbei an der Laguna Colorada, durch die Desierto de Siloli und die Salar de Chiguana zur Salar de Uyuni.




Jeep Tour Salar de Uyuni, Teil 3

Tag 3

Heute konnten wir ein wenig ausschlafen, bis halb 7. Trotzdem war es nach dem Aufstehen immernoch bitterkalt. An eine norgendliche Dusche war auch heute nicht zu denken. Zum Einen auf Grund der Kaelte und zum anderen gab es in unserer Unterkunft auch gar keine Duschen. Also schnell gefrühstückt, Gepäck wieder aufs Dach des Jeeps geladen und los.

Erster Halt war nach etwa 20-minütiger Fahrt die Laguna Colorada, etwa 600 km südwestlich von Uyuni (unserem Ziel der 4-tägigen Tour) gelegen. Der Name Colorada stammt vom rotgefärbten Wasser. Am Ufer der Lagune waren einige Flamingos zu sehen. Beim Nähern wurden wir jedoch von den Möwen verscheucht. War ein bissl gruselig. Sobald wir auf etwa 20 Metern an den Flamingos dran waren, kam auf einmal ein Schwarm Möwen angeflogen, bereit uns zu attackieren.




Die Fahrt ging dann weiter entlang unzähliger Lagunen, die vom magischen Bergpanorama umgeben waren. Ein fast heiliger Anblick.









An der auf 4200 ü.M. gelegenen Laguna Canapa war ein etwas längerer Stopp vorgesehen. Aus gutem Grund. Flamingos spazierten vor unserer Nase vorbei. Die Lagune liegt am Fuße des Bergs Canapa, daher der Name. Diese Landschaft ist unbeschreiblich schön - klarer blauer Himmel, die Sonne bringt die schneebedeckten Berge zum Leuchten und Lagunen, in denen sich die Berge spiegeln.








Auf der weiteren Fahrt sind wir unter anderem an wolkenspuckenden Vulkanen und unglaublichen Felsformationen vorbeigekommen. Unser Mittagessen hat Filomina vor dem Bergpanorama gekocht und vom Obst und Gemüse wurden dann auch Berghasen angelockt.









Am frühen Nachmittag haben wir einen ersten Vorgeschmack auf die Salar de Uyuni bekommen - wir sind durch etwas kleinere Salzwüste Salar de Chiguana gefahren. Salz soweit das Auge reicht von 6000m hohen Bergen umgeben und die Sonne brennt gandenlos vom Himmel. Und in dieser unwirklichen und lebensfeindlichen Landschaft haben wir tatsächlich ein Paar getroffen, das mit dem Fahrrad durch die Anden fährt. Jemma und Tim kannten die beiden zufällig, hatten sie in La Paz getroffen. Das Paar ist mit dem Rucksack durch Südamerika gereist, bis denen das zu langweilig wurde und sie sich kurzerhand zwei Fahrräder gefkauft haben und nun damit unterwegs sind. Eigentlich ganz interessant aber in dieser Gegend, wo es hunderte Kliometer weit keine Menschenseele, geschweige denn Siedlungen mit Läden gibt, ist das eigentlich wahnsinnig.

In San Juan de Lipez, einem aus 10 Steinhäusern bestehenden Andendörfchen, haben wir dann eine Inkastätte besucht. Zu sehen waren in Korallengräbern begrabenen Mumien. Eigentlich waren es keine Mumien sondern Knochenhaufen. Sie zeugten von der Kultur und der Lebensweise vor 2000 - 4000 Jahren an diesem Ort.



In unserem Nachtlager sind wir am frühen Abend angekommen. Die Suche nach Schlafplätzen gestaltete sich zunächst etwas schwierig, da alles belegt zu sein schien. Panchito hat aber doch noch was gefunden. Die Unterkunft, eine art Salzhostel, mal wieder ohne Duschen und Matratzen auf Steinen, war am Berghang gelegen und man hatte eine Wahnsinnsaussicht auf die Salar de Uyuni, dem Hauptziel unserer 4-tägigen Tour.




Nach dem was wir an den ersten 3 Tagen erlebt und gesehen haben und dem Blick auf die Salzwüste, konnten wir gar nicht so recht glauben, warum die Salar de Uyuni der Höhepunkt der Reise sein sollte. Aber der nächste Morgen hat es dann bewiesen  - Sonnenaufgang mitten in der größten und höchstgelegenen Salzwüste der Welt. Schlicht und ergreifend der absolute Hammer. Aber davon dann im nächsten Eintrag.

Position:España,Cochabamba,Bolivien